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Verdi Requiem im Berliner Dom

Ein Ausnahmetalent am Dirigentenpult...

 

Messa da Requiem von Giuseppe Verdi, Berliner Dom

  

Von vielen schon lang erwartet war es am 12.11.2011 endlich soweit.  Es gab ein Wiedersehen mit Hogen Yun als Musikalischen Leiter dieses Abends. Als Perfektionist bekannt, setzte er sich dieses Mal mit Messa da Requiem von Verdi auseinander. Wohldurchdacht und präzise einstudiert, adaptierte Hogen Yun das Werk in den Berliner Dom mit seiner besonderen Akustik, welcher die Wirkung eines zusätzlichen Musikinstruments entfachte.

Hogen Yun verstand es meisterlich sein Ensemble zwischen pianissimo und forte zu führen. Seine, dem Nachhall des Doms geschuldeten ruhigen Tempi, erzeugten dabei fast mystische Klänge.

  

Für Erstaunen sorgten seine in den Emporen positionierten Trompeten des Jüngsten Gerichts. Dieses unkonventionelle Arrangement verfehlte nicht die besondere Wirkung auf das Publikum und zog es dadurch nur noch mehr in seinen Bann. Manchem der Zuschauer bescherte es sogar ein Gänsehautgefühl.

 

Für dieses wirklich gelungene Musikhighlight sorgten neben Hogen Yun, die Norddeutsche Philharmonie Rostock, der Ernst-Senff-Chor sowie die Solisten Barbara Krieger (Sopran), Lyudmyla Sidenko (Mezzosopran), Yosep Kang (Tenor) und Andreas Bauer (Bass).

 

Chor & Orchester:

Harmonisch passten sich alle Mitwirkenden vortrefflich in das Gesamtwerk ein. Der stimmgewaltige Ernst-Senff-Chor beeindruckte genauso wie das hochmotivierte Orchester der Norddeutschen Philharmonie Rostock.

 

Solisten:

Die Mezzo Sopranistin Lyudmyla Sidenko begeisterte mit ihrem silbrig-warmen Timbre und ihrem zu Herzen gehenden Gesang.

Barbara Krieger verstand es verschiedene Klangfarben zu modulieren. Yosep Kangs strahlende und lyrische Stimme bestach durch glasklare Intonation. Andreas Bauer gelang es besonders helle, als auch dunkle Klangfarben seiner außergewöhnlichen Stimme perfekt zu kombinieren.